Müttergruppen für Frauen mit Migrationshintergrund

Ziel der Müttergruppen für Frauen mit Migrationshintergrund ist es, diesen Müttern einen Ort anzubieten, an dem sie sich treffen können und sich über ihre Lebenssituation mit ihrer Familie mit anderen Müttern austauschen können. In den Müttergruppen eröffnen sich für die Frauen die Chance, neue Kontakte zu anderen Frauen zu knüpfen und perspektivisch ihr soziales Netz zu erweitern.

  • Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Angebot. Eine Teilnahme ist jederzeit möglich.
  • Entwicklung einer möglichst stabilen Gruppe, die Entwicklungsprozesse zwischen den Frauen    ermöglicht.
  • Förderung von Selbsthilfepotentialen der Frauen.
  • Im Laufe des Gruppenprozesses sollen die Frauen ihre Interessen benennen
  • Auf Wunsch der Gruppen können Referentinnen eingeladen werden:

Derzeit können Expert_innen (in der Regel muttersprachlich) zu den Themen:     

- Entwicklungspsychologie/ Erziehungskompetenzen

- Ernährung

- (Berufliche) Bildung

- Familienrecht, Unterhalts- und Sorgerechtsfragen zu einem Gruppentreffen hinzugezogen werden.

  • Das Erleben in und mit einer Gruppe steht im Vordergrund. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass die Frauen i.d.R. bisher keine Gruppen besucht haben und es sich um eine neue Erfahrung handelt.
  • Isolierte Mütter haben die Möglichkeit, Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten durch andere Mütter zu erleben.
  • Krisenintervention, Beratung und Begleitung in Krisen.
  • Abbau von „Schwellenängsten“ zu Behörden und Unterstützungssystemen, insbesondere auch zu Jugendämtern.
  • Überleitung zu anderen Angeboten, Behörden oder Institutionen.

 

Für eine solche Gruppe spricht:

Die Mütter erleben sich in einer Gruppe mit Frauen eines gleichen oder ähnlichen Kulturkreises. Ein Austausch über Alltagserfahrungen und -erlebnisse, die im Zusammenhang mit dem Migrations- oder Flüchtlingshintergrund stehen wird angeregt. In den bisherigen Durchläufen wurde deutlich, dass u.a. auch religiöse Fragestellungen zunehmend thematisiert wurden. Durch aktuelle Kriegs- und Krisenereignisse in den Herkunftsländern entstehen eine Vielzahl von Themenstellungen, die von den Teamerinnen aufgegriffen werden.

Die Mütter haben die Möglichkeit zu erleben, dass andere Frauen ähnliche Fragestellung und Probleme in der Kindererziehung bzw. in der Alltagsgestaltung haben. In den Gruppen werden daher Themen wie die Einteilung von Taschengeld, Spielzeugkonsum, Rituale in der Kindererziehung oder Familienregeln bearbeitet.

Die Müttergruppen finden regelmäßig einmal in der Woche am Vormittag

Einige Frauen wählen für schwierige Themenstellung die Einzelberatungen, möglich ist der Einbezug von anderen Familienmitgliedern.

Häufig planen die Gruppen auch externe Aktivitäten. Angeregt werden u.a. auch Ausflüge mit den Kindern, Museenbesuche. Im Vordergrund stehen hier Anregungen, die denTeilnehmerinnen neue Einblicke ermöglichen und die Integration befördern.

KooperationspartnerInnen

Kitas, Schulen, Kirchengemeinden, örtliche Erziehungs- und andere Beratungsstellen, Gleichstellungsbeauftragte/Kommune, Familienservicebüros und der örtliche KSD/ASD.

Die Gruppen in Seelze, Uetze und Garbsen werden durch die Region Hannover finanziert und evaluiert.

Rückmeldungen der Teilnehmerinnen 

„Ich liebe es, hierher zu kommen und komme auch immer. Dieser Kurs hat mich sehr viel gelehrt. Diesen Kurs könnte ich liebend gerne allen weiterempfehlen.“

„Mir macht es sehr Spaß, weil ich auch dadurch viele über Erziehung und Co. gelernt habe.“

„Ich nehme regelmäßig teil. Ich habe 6 Kindern. Ich bekomme viel Information. Für  Kinder und Leben.“ 

„Wenn ich Montags hierher zum Frühstück komme, ist es für mich eine Abwechslung. Meinem Kopf geht es besser.

„Für uns ist die Gruppe sehr wichtig, denn so kommen wir in Kontakt, sprechen und teilen unsere Sorgen. Wir sprechen über unsere Kinder, das tut mir gut, wir kommen aus dem Haus.“

Frau Direkoglu „verhält sich uns gegenüber sehr warmherzig, kümmert sich einzeln um uns alle, hört sich unsere Probleme an, informiert uns über Dinge, die wir nicht wissen und lenkt uns bezüglich unserer Kinder. Sie ermutigt uns, durch sie werde ich mutiger.“ 

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie an einer der Gruppen teilnehmen möchten, eine Gruppe in Ihrer Kommune anbieten wollen oder sich für das Angebot „Wochenendworkshop für Frauen mit Migrationshintergrund“ interessieren:

VSE Geschäfts- und Beratungsstelle
Stolzestraße 59
30171 Hannover
0511-22 0025-31

Karen Benda (karen.benda@vse-im-netz.de)

Selma Arslan-Direkoglu (selma.arslan@vse-hannover.de)